Cannabis: Nachspiel für Bewohner

16.11.2015 00:32

Im Gebäude, das in St. Gilgen, Anfang November gebrannt hatte, gibt es eine unangenehme Nachricht für einen 43-jährigen Wohnungsbesitzer in dem Haus.

Ermittler entdecken Plantage

Die Brandermittler, die in jenem Wohnhaus in St. Gilgen unterwegs waren, das am Abend des 5. November gebrannt hatte (flachgau.cc berichtete über den Brand im Mehrfamilienwohnhaus) um die Brandursachen festzustellen, machten eine überraschende Entdeckung im oberen Geschoß des Hauses. Dort war in einer Wohnung eine Cannabis-Zuchtanlage hinter einem Kasten verbaut worden. Bereits am 6. November sicherten Beamte der Suchtgiftgruppe Salzburg-Umgebung 40 erntereife Cannabispflanzen und knapp 40 Setzlinge sowie auch bereits getrocknete Cannabis-Pflanzen.

Erst gestern Abend machte die Polizei wohl auch aus ermittlungstechnischen Gründen den Fund bekannt. Nach dem Brand wurde der 43-jährige Wohnungsbesitzer vom Vermieter über den Brand im Haus verständigt, bereits am 6. November (also am Tag nach dem Brand) erstattete der 43-jährige Wohnungsbesitzer dann Anzeige bei der Polizeiinspektion Alpenstraße (Salzburg Stadt) und meldete, dass er dort eine Cannabis-Zuchtanlage betrieben habe.

Cannabis seit 2014 zum Eigenverbrauch

Bei der Einvernahme durch die Polizei gab der Wohnungsbesitzer an, dass er Cannabis hinter dem Kasten in einer kleinen Anlage seit 2014 zum Eigenverbrauch angebaut habe. Die Polizeiermittlungen scheinen ein anderes Bild zu ergeben. Rund 2 Kilogramm Cannabis wurden beim Wohnungsbesitzer gefunden und zwei weitere Kilogramm dürfte er bereits gewinnbringend an andere Personen weiterverkauft haben.

Die Anlage zur Aufzucht des Rauschgiftes steht nach Angaben der Polizei aber in keinem Zusammenhang mit den Brandausbruch in dem Mehrfamilienwohnhaus. Die Polizei zeigte den 43-jährigen nun wegen Verstoß gegen das Suchtmittelgesetz an.

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